Wie lange hält ein typisches Strommessgerät?

Einfache Steckdosen-Strommessgeräte ohne Batterie und ohne bewegliche Teile halten bei normalem Gebrauch oft viele Jahre, da sie elektronisch kaum verschleißen. Die Lebensdauer wird meist eher durch äußere Faktoren begrenzt als durch die interne Messtechnik selbst. Eine feste Jahreszahl lässt sich nicht nennen, denn sie hängt von Qualität, Belastung und Einsatzort ab.

Typische Verschleißfaktoren

Besonderheit bei smarten Geräten

Bei WLAN- oder App-gesteuerten Geräten hängt die nutzbare Lebensdauer auch davon ab, wie lange der Hersteller die zugehörige App und Server-Infrastruktur unterstützt. Stellt ein Hersteller den Support ein, kann ein technisch einwandfreies Gerät funktional eingeschränkt werden.

Achten Sie beim Kauf darauf, ob sich das Gerät auch lokal ohne Cloud nutzen lässt. Steckdosen wie der Shelly Plug M Gen3 lassen Zeitpläne, Szenen und Skripte laut Hersteller auch offline laufen, das erhöht die Unabhängigkeit vom Hersteller-Server. Reine Cloud-Geräte wie die Tapo P110 brauchen dagegen die App und das Konto des Herstellers. Auch bei der Homematic IP Schalt-Mess-Steckdose läuft die App über einen Cloud-Dienst.

Eichgültigkeit: Wie lange darf ein geeichter Zähler abrechnen?

Geeichte Zähler mit MID-Zulassung dürfen nur eine bestimmte Zeit für die Abrechnung gegenüber Dritten genutzt werden. Der ALLEGRA PH10 und der NWP-Drehstromzähler nennen laut Angebot eine Eichgültigkeit von 8 Jahren. Danach muss das Gerät neu geeicht oder ersetzt werden. Für die reine Eigenkontrolle ist die Eichfrist ohne Bedeutung, das Gerät misst auch danach weiter.

Messgenauigkeit über die Jahre

Die Messtechnik in Steckdosen-Zählern ändert sich kaum, aber Bauteile altern. Ob ein altes Gerät noch richtig anzeigt, prüfen Sie am besten mit einem Vergleich: Stecken Sie einen Verbraucher mit bekannter Leistung dran, etwa eine Glühlampe oder einen Heizlüfter mit Typenschild, und vergleichen Sie. Oder lassen Sie zwei Messgeräte gleichzeitig laufen und vergleichen die Werte. Weichen sie stark ab, ist eines defekt.

So verlängern Sie die Lebensdauer

Ein trockener Lagerort, das Vermeiden von Überlastung über die angegebene Maximalleistung hinaus sowie der Schutz vor direkter Sonneneinstrahlung bei Außengeräten verlängern die Nutzungsdauer spürbar. Ziehen Sie das Gerät am Gehäuse aus der Steckdose, nicht am Kabel. Und messen Sie nur Geräte innerhalb der Nennleistung, meist 3.680 Watt bei 16 A.

Garantie und Gewährleistung

Beim Kauf gilt die gesetzliche Gewährleistung von zwei Jahren. Manche Hersteller bieten darüber hinaus eine Garantie. So nennt das Angebot beim VOLTCRAFT SEM5000 drei Jahre Herstellergarantie. Bewahren Sie die Rechnung auf.

Richtig entsorgen

Ein defektes Strommessgerät ist ein Elektroaltgerät und gehört nicht in den Hausmüll. Händler mit größerer Verkaufsfläche und Wertstoffhöfe nehmen es zurück. Entnehmen Sie vorher die Batterien und geben Sie sie getrennt ab.

Themenbereich Verbrauch messen: Steckdosen-Messgeräte auswählen, richtig messen und Strom sparen. Oder direkt zum Kaufberater.

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Häufig gestellte Fragen

Haben Strommessgeräte eine Herstellergarantie?

Ja, in der Regel die gesetzliche Gewährleistung von zwei Jahren, viele Hersteller bieten zusätzlich erweiterte Garantien an.

Lohnt sich die Reparatur eines defekten Geräts?

Bei den meist günstigen Steckdosen-Zählern lohnt sich eine Reparatur selten - ein Neukauf ist meist günstiger. Hochwertige Multimeter oder Stromzangen lassen sich dagegen teils reparieren.

Was passiert, wenn die Eichfrist abläuft?

Das Gerät misst weiter, darf aber nicht mehr zur Abrechnung gegenüber Dritten verwendet werden. Es muss neu geeicht oder durch ein neues geeichtes Gerät ersetzt werden.

Funktioniert ein smartes Messgerät noch, wenn die App eingestellt wird?

Das hängt vom Gerät ab. Cloud-Geräte können dann ihre Funktionen verlieren. Geräte mit lokaler Steuerung arbeiten weiter. Informieren Sie sich vor dem Kauf, ob eine lokale Nutzung möglich ist.

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