Wo die Spülmaschine ihren Strom braucht
Auch in der Spülmaschine geht der meiste Strom für das Aufheizen des Wassers drauf. Dazu kommt der Heizstab zum Trocknen am Programmende. Pumpe und Steuerung verbrauchen vergleichsweise wenig. Alles, was die Wassertemperatur und die Zahl der Spülgänge senkt, spart deshalb am meisten.
Eco-Programm statt Intensivprogramm
Das Eco-Programm wäscht bei niedrigerer Temperatur und längerer Laufzeit - dadurch wird deutlich weniger Energie für das Aufheizen des Wassers benötigt, auch wenn das Programm selbst länger dauert. Für normal verschmutztes Geschirr reicht es in der Regel völlig aus. Der Verbrauch im Eco-Programm ist auch die Grundlage der Angabe auf dem Energielabel.
Ein Rechenbeispiel mit angenommenen Werten: Braucht Ihr Eco-Programm 0,8 kWh pro Gang und das Intensivprogramm 1,4 kWh, so sind es bei fünf Spülgängen pro Woche (260 im Jahr) 208 kWh gegen 364 kWh. Bei 35 Cent je kWh kostet das 72,80 Euro gegenüber 127,40 Euro, ein Unterschied von 54,60 Euro im Jahr. Die tatsächlichen Werte hängen von Ihrer Maschine ab.
| Programm | Verbrauch pro Gang (Beispielwert) | Kosten pro Jahr bei 260 Gängen (35 ct/kWh) |
|---|---|---|
| Eco | 0,8 kWh | 72,80 € |
| Auto oder Normal | 1,1 kWh | 100,10 € |
| Intensiv | 1,4 kWh | 127,40 € |
Maschine immer voll beladen
Der Energie- und Wasserverbrauch pro Spülgang bleibt bei vielen Maschinen weitgehend gleich, unabhängig davon, ob die Maschine halb oder komplett gefüllt ist. Eine volle Beladung verteilt den Energieaufwand daher auf mehr Geschirr und senkt den Verbrauch pro Teller spürbar. Wenn die Maschine nicht voll wird, hilft ein Halbbeladungs- oder Kurzprogramm, sofern das Gerät eines hat.
Vorspülen meist unnötig
Moderne Spülmaschinen kommen mit Essensresten gut zurecht - manuelles Vorspülen unter dem Wasserhahn verbraucht zusätzliches Warmwasser und damit Energie, ohne das Spülergebnis wesentlich zu verbessern. Grobe Reste in den Müll, den Rest erledigt die Maschine.
Pflege hält die Maschine sparsam
- Das Sieb im Boden regelmäßig reinigen. Verstopfte Siebe verschlechtern das Ergebnis und führen zu Nachspülen.
- Klarspüler und Regeneriersalz rechtzeitig nachfüllen, besonders bei hartem Wasser. Kalk setzt sich am Heizstab ab und kostet Energie.
- Sprüharme kontrollieren: Verstopfte Düsen verteilen das Wasser schlecht.
- Die Maschine ab und zu leer mit einem Maschinenreiniger laufen lassen, wenn der Hersteller das empfiehlt.
Warmwasseranschluss: ja oder nein?
Manche Spülmaschinen lassen sich an die Warmwasserleitung anschließen. Das lohnt nur, wenn Ihr Warmwasser effizient erzeugt wird, etwa mit Gas, Fernwärme oder Solarthermie. Bei einem elektrischen Boiler spart der Anschluss kaum etwas, denn der Strom wird dann nur an anderer Stelle verbraucht. Beachten Sie auch die Angaben des Herstellers zur zulässigen Temperatur.
Spülmaschine oder von Hand spülen?
Moderne Spülmaschinen verbrauchen in der Regel weniger Wasser und Energie als das Spülen unter fließendem Wasser von Hand. Das gilt besonders im Eco-Programm und bei voller Beladung. Wer von Hand spült, spart nur dann, wenn er mit einer Schüssel arbeitet und wenig warmes Wasser verwendet.
Den tatsächlichen Verbrauch selbst messen
Mit einem Strommessgerät zwischen Steckdose und Spülmaschine lässt sich der reale Verbrauch verschiedener Programme vergleichen - oft zeigt sich dabei ein deutlicher Unterschied zwischen Eco- und Intensivprogramm, der die Herstellerangaben bestätigt oder in Frage stellt. Empfehlenswert sind einfache Steckdosen-Zähler wie das Arendo Energiekostenmessgerät. Messen Sie mindestens einen kompletten Spülgang je Programm und notieren Sie die kWh. Wenn Ihr Messgerät mehrere Tarife kann, etwa das Brennenstuhl PM 231 E, ordnet es die Kosten gleich zu.
Themenbereich Verbrauch messen: Steckdosen-Messgeräte auswählen, richtig messen und Strom sparen. Oder direkt zum Kaufberater.
Zum ThemenbereichHäufig gestellte Fragen
Ist das Eco-Programm wirklich sparsamer trotz längerer Laufzeit?
Ja, da die Wassererwärmung der größte Energiefaktor ist - niedrigere Temperaturen über längere Zeit verbrauchen meist weniger Energie als kurzes, heißes Spülen.
Lohnt sich eine neue, effizientere Spülmaschine?
Bei sehr alten Geräten (über 10-15 Jahre) oft ja - moderne Maschinen verbrauchen durch bessere Isolierung und Sensorik meist deutlich weniger Energie und Wasser.
Soll ich die Spülmaschine nachts laufen lassen?
Bei einem normalen Tarif ändert die Uhrzeit nichts am Verbrauch. Nur bei zeitvariablen Tarifen oder mit eigener Solaranlage kann es sich lohnen, den Lauf auf günstige oder sonnige Zeiten zu legen.
Verbraucht die Spülmaschine im Standby Strom?
Ja, die Steuerung braucht auch im Ruhezustand eine kleine Menge. Moderne Geräte schalten sich nach einiger Zeit ab. Wer es wissen will, misst den Standby mit einem Steckdosen-Messgerät.