LED statt Glühbirne oder Halogen
LED-Lampen verbrauchen für die gleiche Helligkeit nur einen Bruchteil der Energie klassischer Glühbirnen oder Halogenlampen und halten zudem deutlich länger. Der Umstieg amortisiert sich durch die eingesparten Stromkosten meist innerhalb weniger Monate.
Die Helligkeit einer Lampe wird in Lumen gemessen, nicht in Watt. Beim Kauf zählt deshalb der Lumen-Wert. Die Wattangabe sagt nur, wie viel Strom die Lampe braucht. Die folgende Tabelle zeigt, welche LED etwa die gleiche Helligkeit liefert wie eine frühere Glühlampe:
| Früher (Glühlampe) | Helligkeit etwa | LED-Ersatz heute |
|---|---|---|
| 25 W | 250 Lumen | etwa 2 bis 3 W |
| 40 W | 400 bis 470 Lumen | etwa 4 bis 5 W |
| 60 W | 700 bis 810 Lumen | etwa 7 bis 10 W |
| 75 W | 920 bis 1.050 Lumen | etwa 9 bis 12 W |
| 100 W | 1.300 bis 1.520 Lumen | etwa 12 bis 16 W |
Was spart eine Lampe im Jahr?
Ein Rechenbeispiel: Eine 60-Watt-Glühlampe, die täglich drei Stunden brennt, verbraucht im Jahr 65,7 kWh. Bei 35 Cent je kWh sind das rund 23 Euro. Eine LED mit 8 Watt braucht für die gleiche Helligkeit 8,76 kWh und kostet 3,07 Euro. Die Ersparnis liegt bei knapp 20 Euro pro Lampe und Jahr. Bei zehn Lampen im Haus sind das rund 200 Euro im Jahr. Die Rechnung gilt entsprechend für andere Brenndauern: Mit dem Stromkosten-Rechner setzen Sie Ihre Werte selbst ein.
Die Glühlampen sind seit der schrittweisen EU-Regelung zwischen 2009 und 2012 weitgehend aus dem Handel verschwunden. Wer in Keller, Abstellraum oder Ferienhaus noch alte Halogenlampen hat, sollte als Erstes dort tauschen, wo das Licht lange brennt.
Worauf beim LED-Kauf zu achten ist
- Lumen statt Watt: Für die gewohnte Helligkeit eines 60-Watt-Leuchtmittels brauchen Sie etwa 800 Lumen.
- Lichtfarbe: Warmweiß (etwa 2.700 Kelvin) wirkt gemütlich, neutralweiß (etwa 4.000 Kelvin) eignet sich für Küche und Arbeitsplatz.
- Energieeffizienzklasse: Seit 2021 gilt für Lampen eine neue Skala von A bis G. Die frühere Einstufung A++ oder A+ gibt es nicht mehr.
- Dimmbarkeit: Nicht jede LED lässt sich dimmen. Ein vorhandener Dimmer muss für LED geeignet sein, sonst flackert das Licht.
- Fassung und Bauform: E27, E14, GU10 oder GU5.3 passen nicht untereinander. Prüfen Sie die Fassung der alten Lampe.
Lichtsteuerung clever nutzen
- Bewegungsmelder in selten genutzten Räumen (Flur, Keller, Garage)
- Zeitschaltuhren oder Dämmerungsschalter für Außenbeleuchtung statt Dauerbetrieb
- Dimmer, um die Helligkeit dem tatsächlichen Bedarf anzupassen
- Smarte Lichtsteuerung per App, um vergessenes Licht remote auszuschalten
Beachten Sie: Auch Bewegungsmelder, Zeitschaltuhren und smarte Lampen brauchen im Ruhezustand etwas Strom. Bei vielen Geräten kann das in der Summe mehr ausmachen, als man vermutet. Smarte Lampen verbrauchen auch im ausgeschalteten Zustand Strom, weil das Funkmodul wach bleibt. Der Verbrauch liegt meist unter einem Watt je Lampe, bei vielen Lampen läppert er sich.
Tageslicht besser nutzen
Die einfachste Maßnahme kostet nichts: Räume so einrichten, dass Tageslicht optimal genutzt wird, und künstliches Licht erst bei Bedarf einschalten statt aus Gewohnheit. Helle Wände und Möbel in der Nähe der Fenster verbessern die Lichtausbeute.
Verbrauch selbst nachmessen
Mit einem Strommessgerät lässt sich der tatsächliche Unterschied zwischen alter und neuer Beleuchtung konkret nachvollziehen - besonders bei vielen gleichzeitig betriebenen Lampen (z. B. Deckenstrahlern) kann die Summe überraschend hoch ausfallen. Stecken Sie das Messgerät zwischen Steckdose und Stehlampe, oder messen Sie eine ganze Steckdosenleiste. Für fest installierte Deckenleuchten hilft das nicht, hier rechnen Sie den Verbrauch aus der Wattangabe und der Brenndauer. Ein einfaches Messgerät wie das Arendo Energiekostenmessgerät reicht dafür.
Themenbereich Verbrauch messen: Steckdosen-Messgeräte auswählen, richtig messen und Strom sparen. Oder direkt zum Kaufberater.
Zum ThemenbereichHäufig gestellte Fragen
Wie viel spart der Umstieg auf LED konkret?
Eine LED braucht für dieselbe Helligkeit nur etwa ein Siebtel bis ein Achtel der Energie einer Glühlampe. Bei einer 60-Watt-Lampe mit drei Stunden Brenndauer täglich sind das rund 20 Euro pro Jahr und Lampe, bei einem Strompreis von 35 Cent je kWh.
Lohnen sich smarte Lampen trotz höherem Anschaffungspreis?
Für häufig vergessene Räume oder bei Wunsch nach Fernsteuerung ja - der zusätzliche Komfort und die Vermeidung von unnötig brennendem Licht kann den höheren Preis ausgleichen. Wer nur Strom sparen will, kommt mit einer normalen LED und einem Zeitschalter günstiger weg.
Muss ich funktionierende Glühlampen und Halogenlampen sofort ersetzen?
Wirtschaftlich lohnt der Tausch vor allem bei Lampen, die lange brennen, etwa in Küche, Flur oder Wohnzimmer. Selten genutzte Lampen im Keller können noch aufgebraucht werden.
Warum flackert meine LED am Dimmer?
Meist passt der Dimmer nicht zur Lampe. Ältere Dimmer sind für Glühlampen mit höherer Leistung gebaut und kommen mit der geringen Last einer LED nicht zurecht. Ein Dimmer für LED oder eine dimmbare Lampe schafft Abhilfe.