Vorbereitung: Welches Messgerät brauche ich?

Für die meisten Haushaltsgeräte genügt ein Steckdosen-Strommessgerät. Es wird zwischen Wandsteckdose und Gerät gesteckt und zeigt Leistung in Watt und Verbrauch in Kilowattstunden. Einfache Modelle wie das Arendo Energiekostenmessgerät kosten oft unter 15 Euro. Wer Daten über Tage auswerten oder per App sehen möchte, greift zu einer WLAN-Steckdose mit Verbrauchsmessung oder einem Messgerät mit Datenspeicher.

Nicht messen lassen sich Geräte, die fest verdrahtet sind, wie Herd, Durchlauferhitzer oder Wärmepumpe. Für sie brauchen Sie einen Hutschienenzähler vom Elektriker oder eine Stromzange. Mehr zu den Gerätearten finden Sie auf der Seite Verbrauch messen.

Schritt 1: Die größten Verbraucher identifizieren

Beginnen Sie mit Geräten, die erfahrungsgemäß viel Strom ziehen: Kühlschrank, Waschmaschine, Trockner, Durchlauferhitzer und ältere Unterhaltungselektronik. Eine Messung über mehrere Tage gibt hier den besten Überblick. Welche Messdauer für welches Gerät passt, steht im Artikel Strommessgerät: Wie lange messen?.

Notieren Sie sich für jedes Gerät: Name, gemessener Verbrauch in kWh, Messdauer. Eine einfache Tabelle auf Papier reicht.

Schritt 2: Standby-Verbraucher aufspüren

Viele Geräte verbrauchen auch im ausgeschalteten Zustand Strom. Prüfen Sie gezielt Fernseher, Spielekonsolen, Router und Ladegeräte auf unnötigen Standby-Verbrauch - siehe auch Standby-Stromverbrauch beim Fernseher. Ein Standby-Gerät mit 10 Watt kostet bei 35 Cent je Kilowattstunde rund 31 Euro im Jahr, wenn es durchgehend in Bereitschaft ist.

Schritt 3: Verbrauch hochrechnen

Aus dem Messwert errechnen Sie die Jahreskosten: Gemessene kWh geteilt durch die Messdauer in Tagen, mal 365, mal Strompreis. Ein Beispiel mit angenommenen Werten: Ein älterer Kühlschrank zeigt nach 24 Stunden 1,2 kWh. Das sind 438 kWh im Jahr und bei 35 Cent je kWh rund 153 Euro. Ein neues Gerät mit 0,4 kWh am Tag käme auf 146 kWh und rund 51 Euro. Der Unterschied von etwa 100 Euro im Jahr zeigt, ob sich ein Austausch lohnt.

Dem Rechenweg sparen Sie mit dem Stromkosten-Rechner. Er rechnet Watt, Nutzungsdauer und Strompreis in Kosten pro Tag, Monat und Jahr um.

Schritt 4: Nutzungsgewohnheiten anpassen

Schritt 5: Erfolg kontrollieren

Nach Umsetzung der Maßnahmen lohnt sich eine erneute Messung der zuvor auffälligen Geräte - so sehen Sie schwarz auf weiß, ob und wie stark sich der Verbrauch tatsächlich reduziert hat. Vergleichen Sie auch den Zählerstand Ihres Hausstroms vor und nach den Änderungen. Wichtig ist dabei, jeweils gleich lange Zeiträume zu betrachten.

Typische Fehler beim Messen

Themenbereich Verbrauch messen: Steckdosen-Messgeräte auswählen, richtig messen und Strom sparen. Oder direkt zum Kaufberater.

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Häufig gestellte Fragen

Wie viel lässt sich durch konsequentes Stromsparen typischerweise einsparen?

Das hängt stark vom Ausgangszustand des Haushalts ab - bei vielen alten Standby-Geräten und ineffizienten Gewohnheiten sind spürbare zweistellige Prozent-Einsparungen beim Gesamtverbrauch keine Seltenheit.

Lohnt sich die Anschaffung eines Strommessgeräts finanziell?

Bei einem Gerätepreis von teils unter 15 Euro amortisiert sich die Anschaffung meist schon durch die erste identifizierte Einsparung.

Kann ich damit auch meinen Herd oder Durchlauferhitzer messen?

Nein. Diese Geräte sind fest angeschlossen und haben keinen Stecker. Dafür brauchen Sie einen Hutschienenzähler, den eine Elektrofachkraft einbaut, oder eine Stromzange für die Momentanmessung.

Wie genau sind günstige Strommessgeräte?

Für die Haushaltsmessung genügen sie meist. Bei sehr kleinen Leistungen unter etwa 1 Watt weichen einfache Geräte stärker ab. Mehr dazu im Artikel Wie genau sind Strommessgeräte?.

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